Der neue Skulpturengarten der Realschule Spaichingen

Die Idee, den verwilderten Grünstreifen an der Hauswand der Realschule Spaichingen einer Generalüberholung zu unterziehen, spukte schon länger in den Köpfen der Schulleitung und des Hausmeisters Bernd Knaus herum. Als dies die Kollegen des Faches Kunst mitbekamen war klar: „Ein Skulpturengarten soll es werden!“ Inmitten des Pausenhofes, von der Sonne angestrahlt, ist es der ideale Ort, um Skulpturen und plastische Arbeiten der Schülerinnen und Schüler auszustellen. Gesagt, getan. 

Bernd Knaus kontaktierte Armin Schuhmacher, der sofort zusagte und das Projekt unentgeltlich unterstützen wollte. Er kam mehrere Mittage vorbei, um mit seinem Bagger den Garten zu ebnen, mit dem Hausmeister altes Wurzelwerk zu entfernen und gemeinsam einen Skulpturengarten anzulegen, dem es an nichts fehlen sollte. Sogar ein Teich wurde in der Mitte des Gartens eingelassen. 

Kleine Helfer der BK-AG waren natürlich auch zur Stelle und brachten Schubkarren voll Kies für die Bodenplatten der Ausstellungsfläche. Fehlten also nur noch die Skulpturen. 

In diesem Fall hatte „Liselotte“ die Ehre, als erstes ausgestellt zu werden. Schon in der Projektwoche im März machte sich die Klasse 6a in Anlehnung an den Tarot-Garten der Niki de Saint Phalle an die Gestaltung einer Großskulptur: Es gab viele tolle Ideen, doch das Rennen machte ein Phantasietier namens „Lieselotte“. Sie ist ein Mischwesen aus wasserspeiender Schnecke, Tausendfüßler und Skorpion und somit wie gemacht, um als Wasserspiel neben dem Teich ihr Quartier aufzuschlagen. Natürlich durfte auch das Logo der Realschule nicht fehlen und so machten sich einige Schüler der Klasse 6a auch daran, dieses mit Mosaik an der Hauswand beim Garten anzubringen. Der Garten ist noch lange nicht fertig und wird es hoffentlich nie werden. Nicht nur, dass das gesäte Gras noch wachsen muss, auch die wechselnden Skulpturen, die noch in den nächsten Schuljahren folgen werden, lassen ihn hoffentlich immer wieder neu anmuten. Vielen herzlichen Dank nochmal an Bernd Knaus und Armin Schuhmacher, ohne die das spannende Projekt „Skulpturengarten“ nie hätte umgesetzt werden können.