Handwerk zum Anfassen in der Realschule


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Rückblick Handwerkertag mit vielen Bildern
Eine ausführliche Rückschau aller beteiligten Firmen mit reichhaltigem Bildmaterial.
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Am Montagnachmittag, dem 12. Mai 2014, herrschte an der Realschule Spaichingen ein reges Treiben. Die Realschule hatte unter aktiver Hilfe der Kreishandwerkerschaft und der Handwerkskammer Konstanz für die achten Klassen ein interessantes und anspruchsvolles Programm organisiert. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Attraktivität der Handwerkerberufe näher zu bringen.

Armin Schumacher aus Spaichingen, als Mitinitiator und Chef der Kreishandwerkerschaft, betonte, dass der Handwerkertag der Realschule eine echte Rarität darstellt. „Meines Wissens gibt es eine vergleichbare Aktion im Kreis in dieser Form nicht!“

 

„Wichtig war uns, dass die Schüler praxisorientiert die einzelnen Berufe kennenlernen“, erläuterte Schulleiter Norbert Sum. Das gesamte Organisationsteam, bestehend aus Schulleitung, den Lehrern der Kompetenzanalyse Profil AC, und der Handwerkerschaft boten den anfangs zurückhaltenden Schülerinnen und Schülern auf dem Schulgelände ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten. Neben einem Infostand der Handwerkskammer, welcher zahlreiche Informationen und Ausbildungsprofile rund um die Bauberufe bereithielt, standen die Handwerker der jeweiligen Branchen mit allerlei Material zum Anfassen bereit. So konnte man etwa bei der Zimmerei Hauser Sparren abbinden und sägen, bei Elektro Merkt Steckdosen legen und verkabeln, bei Armin Schumacher eine Betonschalung aufbauen und mittels Lasermessung ausrichten. Bei der Firma SHK Schimanski lernten die Schüler einen Toilettenkasten zu installieren und bei Stuckateur Winker stand die Kunst des Gipsens und Verputzens auf dem Plan. Auch das Malergeschäft Unger hatte eine praxisorientierte Aufgabe und die Schülerinnen und Schüler konnten sich in der Kunst des Malens und Lackierens ausprobieren. Beim Autohaus Klaiber wurde Wissenswertes rund um das Automobil nähergebracht und man konnte hautnah erleben, wie ein Airbag gezündet wird, während bei Steinmetz Maier erste Hand an das Gravieren von Steinen angelegt wurde.

Die Schreinerei „raum und form“ Kupferschmid hatte ebenfalls ein spezielles und auf den Beruf zugeschnittenes Nachmittagsprojekt: Die Schüler schreinerten ihr eigenes Kästchen, welches man als „Stiftebox oder als Ersatz für das Schulmäppchen verwenden kann“, erzählt einer der Jungen. Gespür für Material und Form brauchte man auch für die Arbeiten mit Metall bei der Firma Metallbau Kaiser, bei dem die Schüler einen kleinen Schlüsselanhänger anfertigten.

 

Speziell für die Mädchen hatte das Organisationsteam das Friseur- und Kosmetikhandwerk eingeladen. Der Coiffeur B1 und das Beauty Studio Hensel bot den Mädchen neben zahlreichen Infos rund ums Thema Ausbildung auch einige praktische Tipps fürs Schminken oder Frisieren, welche dann auch gleich ausprobiert wurden.

Für eine Schülergruppe hatte der Nachmittag sogar eine kulinarische Note. Denn die Metzgerei Traub zeigte den Interessenten den Umgang mit Lebensmitteln und was für Leckereien man in kurzer Zeit herstellen kann. Neben einem herzhaften Putenaufstrich und „Schwäbischer Pizza“ wurden selbstgemachte Frikadellen hergestellt. Nach fachgerechter Zubereitung stand natürlich eine Verköstigung an. „Also mir hat es richtig gut geschmeckt“, sagte eine der Schülerinnen im Anschluss.

 

Die Schülergruppe, welche sich beim Felsenbeck einfand, konnte ihr Geschick beim Backen von Hefezöpfen und Schneckennudeln sowie dem Zubereiten von Spritzgebäck und Pralinen unter Beweis stellen.

 

Schüler, Lehrer und Handwerker zogen eine positive Bilanz des zweiten Handwerkertages an der Realschule Spaichingen. Wir haben einige Dinge, die wir letztes Jahr evaluiert haben, aufgenommen und in die Planung von diesem Jahr einfließen lassen. So konnten wir dank der Unterstützung der Handwerksbetriebe das Programm noch vielfältiger und abwechslungsreicher gestalten“, resümierte Norbert Sum zufrieden.

Auch die anwesenden Handwerker stimmten dem zu und freuen sich, dass Realschule und Handwerkerschaft eine so enge Kooperation eingegangen sind. Denn dass das Handwerk einiges zu bieten hat, davon konnten sich nun auch die Schülerinnen und Schüler überzeugen.